Wirtschaftshilfen während der Corona-Krise


Stabilisierungshilfe Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe
Gastronomie und Hotellerie leiden in besonderem Maße unter der Corona-Pandemie. Staatlich verordnete Beschränkungen, aber auch der darüber hinausgehende freiwillige Verzicht vieler Gäste auf Restaurantbesuche und Reisen bedroht vielerorts die Existenz betroffener Betriebe.

Das Land Baden-Württemberg unterstützt den besonderes betroffenen Wirtschaftszweig daher mit der Stabilisierungshilfe Corona. Unternehmen, die mindestens 30 Prozent ihres Umsatzes mit einer Tätigkeit im Hotel- und Gaststättengewerbe erwirtschaften, konnten bereits für bis zu drei Monate zwischen dem 1. Mai und dem 31. Dezember 2020 Hilfen beantragen und wird nun auch auf das erste Quartal 2021 ausgeweitet. Der Zuschuss wird als Einmalzahlung gewährt und orientiert sich an der Betriebsgröße und dem tatsächlichen Liquiditätsengpass. Die Antragstellung ist über die Industrie- und Handelskammern möglich:

Weitere Informationen zur Stabilisierungshilfe und die hierfür erforderlichen Unterlagen finden Sie auf den Seiten des
Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg:


Tilgungszuschuss Corona
Unternehmen und Selbständige aus den Wirtschaftsbereichen der Schausteller und Marktkaufleute, der Veranstaltungs- und Eventbranche sowie des Taxigewerbes können noch bis 24. Februar 2021 den Tilgungszuschuss Corona beantragen. Mit diesem Tilgungszuschuss werden einmalig 40 Prozent der Jahrestilgungsrate für im Jahr 2020 anfallende Tilgungsraten bestehender Kreditverträge gefördert. Nachdem die Förderbedingungen ausgeweitet wurden, erfasst der Tilgungszuschuss nunmehr auch am Markt etablierte und bewährte Finanzierungsinstrumente wie Mietkauf, Geldmarktdarlehen und Finanzierungsleasing. Die maximale Fördersumme ist begrenzt auf 150.000 Euro je Antragsteller. Das Förderprogramm ist kumulierbar mit der Überbrückungshilfe des Bundes und der Landesaufstockung mit dem fiktiven Unternehmerlohn.

Weitere Informationen und Unterlagen zur Antragstellung finden Sie auf den Seiten des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg:

WM BW Tilgungszuschuss Corona


Überbrückungshilfe Corona II und fiktiver Unternehmerlohn

Mit der Überbrückungshilfe bieten Bund und Länder kleinen und mittelständischen Unternehmen, Selbständigen sowie gemeinnützigen Organisationen Unterstützung, um Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern. Die erste Phase der Überbrückungshilfe für die Fördermonate Juni bis August 2020 endete zum 9. Oktober 2020. Noch bis 31. Januar 2021 können Anträge auf die Überbrückungshilfe II für die Fördermonate September bis Demzember 2020 gestellt werden. Danach geht die Unterstützung mit der Überbrückungshilfe III bis Juni 2021 in die Verlängerung.

Antragsberechtigt sind diejenigen Unternehmer deren Umsatzeinbruch mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten, oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gebenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnen.

Die Überbrückungshilfe wird in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt und erstattet einen Anteil in Höhe von 40 bis 90 % der bestehenden Fixkosten.

Anträge können seit dem 21. Oktober 2020 durch Steuerberatende, Wirtschaftsprüfende, vereidigte Buchprüfende, sowie Rechtsanwälte gestellt werden. Die hierfür anfallenden Kosten werden im Rahmen der Überbrückungshilfe anteilig mit erstattet.

Die Überbrückungshilfe des Bundes ergänzt das Land Baden-Württemberg durch den fiktiven Unternehmerlohn. Dieser wird in Abhängigkeit vom jeweiligen Umsatzeinbruch mit Festbeträgen zwischen 590 Euro und 1.180 Euro gewährt und kann ebenfalls über die Antragsplattform des Bundes beantragt werden.
Ausführliche Informationen zur Überbrückungshilfe finden Sie hier:


Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"
Eine gute Ausbildung ist die Grundlage für die berufliche Zukunft junger Menschen und die Fachkräftesicherung in Deutschland. Der Bund fördert daher im Rahmen der Ersten Förderrichtlinie kleine und mittlere Unternehmen mit folgenden Zuwendungen:
  • Ausbildungsprämien in Höhe von 2.000 bzw. 3.000 Euro für Betriebe, die - obwohl sie die Coronakrise stark getroffen hat - ihr Ausbildungsniveau halten bzw. erhöhen,
  • Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung, wenn der Ausbildungsbetrieb Auszubildene und Ausbilder nicht mit in Kurzarbeit schickt, und
  • Übernahmeprämien an Betriebe, die Auszubildende von insolventen Betrieben übernehmen.
Die Antragsunterlagen stehen auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung:

Übersicht der Wirtschaftshilfen
Darüber hinaus stehen weitere Liquiditätshilfen, z.B. in Form von Krediten und Bürgschaften, sowie fondsgebundene Stabilisierungsmaßnahmen zur Verfügung. Einen guten Überblick gibt es hier zusammengefasst:
Stand: 02/2021


Welche Pflichten habe ich als Arbeitgeber? 

Im Rahmen der Fürsorgepflicht muss der Arbeitgeber Risiken für seine Beschäftigten minimieren. Er sollte insbesondere über Entstehung und Symptome der Infektion aufklären und Dienstreisen in Risikogebiete untersagen bzw. verschieben. Daneben sollte er verschärfte Hygienemaßnahmen einführen, seine Mitarbeiter insbesondere zu häufigem und gründlichem Händewaschen anhalten, körperlichen Kontakt zwischen den Beschäftigten (z.B. Handschlag zur Begrüßung) untersagen und Desinfektionsmittel bereitstellen.

Daneben sollte der Arbeitgeber seine Mitarbeiter auffordern, ihm mitzuteilen, wenn sie innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu infizierten Personen, oder Personen die unter dem Verdacht des Virus stehen, gehabt haben oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

 Was tun bei einem Corona-Verdachtsfall im Unternehmen?


Aufgrund der hohen Ausbreitungsgefahr sind Corona-Infektionsfälle meldepflichtig. Zuständig ist das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises, Fachdienst Gesundheit, welches weitergehende Anordnungen trifft.

Gibt es einen finanziellen Ausgleich für Arbeitsausfälle? 

Ist ein Mitarbeiter am Corona-Virrus erkrankt und steht deshalb auf Anordnung der Gesundheitsbehörde unter Quarantäne, erhält der Betroffene eine Entschädigung die in Höhe und Bezugsdauer der gesetzlichen Entgeltfortzahlung im Krankheitsfalle entspricht und zunächst vom Arbeitgeber zu bezahlen ist. Der Arbeitgeber kann dann eine Erstattung bei der zuständigen Infektionsschutzbehörde beantragen, § 56 Abs. 5 IfSG.
Weitere Informationsstellen und Servicerufnummern 

- Gesundheitsamt des Alb-Donau-Kreises
   Bürgertelefon 0731/185-1050
   Mo - Fr 08.30 Uhr bis 16.00 Uhr

- Bundesgesundheitsministerium
   (Quarantänemaßnahmen, Umgang mit Verdachtsfällen im Betrieb etc.)
   Infotelefon zum Coronavirus 030 346465100
   Mo - Do 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr
  Corona-Hotline für Unternehmen 0800 40 200 88
  Mo - Fr 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr

- Bundeswirtschaftsministerium
  Servicenummer zu Fördermaßnahmen 030 186158000
  Mo - Do 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr

- Kreditanstalt für Wiederaufbau
  Servicenummer 0800 539 9001 (kostenfrei)
  Mo - Fr 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr

- Agentur für Arbeit Ulm
  (Beantragung von Kurzarbeitergeld)
 
- Bundesagentur für Arbeit
  Unternehmerhotline 0800 45555 20

- Industrie- und Handelskammer Ulm
  Corona-IHK Hotline 0731.173-333

- Handwerkskammer Ulm
  Corona-Hotline 0731.1524-6900
  Mo - Sa 7.00 Uhr bis 19.30 Uhr

- Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
  Servicenummer für Fragen zu Ausfuhrgenehmigungen 06196 908 - 1444


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Wirtschaftsförderung
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